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Technik/Methode
Das Überschreiten der fotografischen Grenzen spielt in Hinblick auf die Präsentationsform meiner Bilder eine bedeutende Rolle. Einen Großteil meiner Fotoarbeiten habe ich auf reflektierende Metallfolie gedruckt, mit UV-Schutzfolie versiegelt und auf den Bildträger einer Aludibondplatte, kaschiert. Das Verfahren hierfür habe ich gemeinsam mit einem Fachlabor für fotografische und digitale Medien in Berlin über lange Zeit entwickelt. Für das Motiv des Wassers ist diese Technik geradezu prädestiniert, denn sie erzeugt
unglaublich realistische Wahrnehmungseffekte: Je nach Lichteinfall und Standpunkt des Betrachters changieren die Farbtöne des Wassers, fast scheint sich seine Oberfläche sanft zu bewegen. Das Spiel des Lichts, das der Betrachter nahezu zwangsläufig mit dem Element "Wasser" und "Fassaden" assoziiert, findet
auf der Bildoberfläche faktisch statt. Durch die technische Umsetzung verliert das Bild seine Eigenschaft als statisches Medium. Es gelingt mir, den "eingefrorenen" Blick der Kamera zu überwinden und den typischen Charakter von Wasser und Bewegung "körperlich" zu fassen. Zusätzliche Unterstützung erfährt dies durch die bewußte Einbeziehung analoger und digitaler Unschärfen, welche die Strukturen fließend und weich erscheinen lassen.
Corinna Rosteck, 2010
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